Senioren-Führerschein – wie siehst Du das?

Nun ist es mal wieder passiert – ein Rentner von 75+ verwechselt Bremse und Gas und plötzlich werden Menschen verletzt oder sterben gar – kommt in regelmäßigen Abständen vor, bei 19jährigen, bei 75jährigen und natürlich auch bei 43jährigen Fahrern.

Aber wenn die Aufregung frisch ist und der Wind sich dreht, wird schnell wieder nach der zusätzlichen Fahrprüfung für Senioren gerufen – ist das nur reflexhaft, ist das Deutsch oder ist das vielleicht vollkommen richtig oder gar überfällig?

Der Verzicht auf uneingeschränkte Beweglichkeit fällt im Alter oft weit schwerer – aber wie steht es mit der Sicherheit?

Die Fakten sind an der Stelle insofern klar, dass Personen über 75 Jahre, die in einen Autounfall verwickelt sind, tatsächlich in der Unfallstatistik dadurch auffallen, dass sie überproportional die sind, die den Unfall verursacht haben.
Das trifft übrigens mit einer noch etwas höheren statistischen Signifikanz für Männer zu, nur mal so ganz am Rande. Ebenso ist der Teilausschnitt „Männer“ weit öfter in Hochgeschwindigkeits-Unfälle mit Todesfolge verwickelt – und das vollkommen unabhängig vom Alter. Müssen also eigentlich Männer eine zusätzliche Fahrprüfung machen?

Statistisch ebenso interessant: Das erhöhte Unfallrisiko trifft nicht nur auf Männer zu und auf 75+ Fahrer – der Großteil der 75+ Fahrer sind auch noch Männer. Ist das also vielleicht die Zielgruppe, die eine zusätzliche Senioren-Fahrprüfung benötigt?

Polemik in gewisser Weise – zeigt aber dennoch, dass das Problem komplexer ist, wie so oft, wenn etwas nicht ausschließlich auf Stammtisch-Niveau besprochen wird.

Wie siehst Du das?

Sollten Fahrer, die über 75 sind, zur Überprüfung?

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