Der Familien-GTI im neuen Kleid: Skoda Octavia RS

Das hat schon was… Der Skoda Octavia RS war schon in seinen letzten Modellgenerationen ein ziemlich lässiger Wagen – der neue ist ein echter Killer, das haut dem Fass den Boden aus.

Warum?

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Nimm Platz! Großartige Sitze prägen den Kontakt zum Fahrzeug in ganz entscheidender Weise. Sportsitze konnte der Konzern schon anno 75 beim seligen Scirocco I

 

Zunächst einmal beeindruckt ohne Zweifel das Fahrwerk. Hier ist Skoda an einem Punkt angekommen, der nichts, aber auch gar nichts mit irgendwelchen Billigmarken zu tun hat, zu denen Skoda ja eine Zeitlang gerne gerechnet wurde. Nein, liebe Konkurrenz – diese Zeiten sind spätestens mit dem aktuellen Skoda Octavia RS vorbei. Die Abstimmung ist schlicht ausgezeichnet, kennt keinerlei sinnlose Härte und rollt selbst mit den dicken Schluffen, die zum RS-Layout gehören, äusserst passabel ab. Grosse Klasse.

Das ist noch nicht das Niveau, das der 3er BMW erreicht, der unangefochten dasteht – aber das ist das Niveau der restlichen Konkurrenz und ganz klar besser abgestimmt, als die aktuelle Sportserie des Ford Focus. Und das gilt vor allem gemessen daran, dass der Skoda leichter ist und dadurch nicht so satt und sauber federt wie ein schwererer Passat etwa.skoda_octavia_3_rs_kofferraum

Das Nutzfahrzeug unter den GTIs – hier geht mittlerweile auch nicht mehr weniger rein als in einen Passat – auf dem Papier gerade noch. Die Nutzbarkeit des Kofferraums ist hervorragend geblieben, dank immer noch recht steilen Heckabschlusses beim Octavia RS

Sonst kommt dem Skoda das geringe Gewicht an allen erdenklichen Stellen zugute – nicht zuletzt natürlich beim Verbrauch, wo der Skoda Octavia RS den Mitbewerbern eine lange Nase zeigen kann – und dabei ist unabhängig, ob der Benziner oder der Diesel unter der Haube installiert sind. Selbst der Benziner lässt sich mit Willen um 6 Liter bewegen.

Fließheck oder Kombi machen hier in der Realität auch keinen echten Unterschied. Das ist schon beeindruckend, denn der Skoda ist in vielen Komfortmaßen da angelangt, wo sich auch der 5er BMW und der Audi A6 herumtreiben, schafft auf der anderen Seite mit dem 105PS Diesel den Sprung unter die 100 Gramm Grenze CO2 (!) – das ist schon eine Ansage.

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So bestellt ihn der Skoda Händler am liebsten. Leider trauen sich diese Farbe nicht viele Leute.

knapp geschnitten ist der Skoda gefühlt nur bei der Fußablage links der Kupplung und in der Innenbreite. Nicht kritisch – aber hier ist er einfach kein Passat.

 

Im Spass kann er den und mach anderen Konzernbruder allerdings locker outperformen. Zumal er seine gigantische Leistung gefühlt weniger giftig abgibt als ein Audi S3 beispielweise. Vom respektablen Preisabstand mal nicht zu reden.

Hinzu kommt: der Skoda Octavia RS ist angenehm leise und lässt sich – hier speziell als Diesel – auch sehr ruhig fahren, wenn man das will. Dann kommt man sich in den Sitzen, die ausreichend Seitenhalt für Jagdflieger geben würden, allerdings ein wenig dämlich vor.

dazu muss man stehen

dazu muss man stehen

Was man sich für die Familie wünschen würde, sind mehr und auch grössere Ablagen im Innenraum. Das alles hält mit dem Anspruch des Kofferraums, der auch bei der Limousine riesig ist, nicht mit.

Skodatypisch geht der Preis für das Gesamtpackage mit ausnehmend guter Ausstattung und sehr wertiger Verarbeitung mal wieder absolut okay.

Ein Traum wäre Allradantrieb als Option für den Skoda Octavia RS – vielleicht was fürs Facelift


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