Auch ohne Dieselgate – wie sieht Diesel vs Benziner aus?

Jahrelang galt es als ausgemachte Sache: Wenn Du im Jahr mehr als Xx.000 fährst, dann tust Du das in einem Diesel. Ausnahmen hierzu bildeten nur Exoten wie Subaru, die bis 2009 jkeinen Diesel im Programm hatten – ansonsten war die Geschichte dem Germanen klar: Weit fahren – billigen Sprit nehmen.

Dieselboxer Subaru

Subarus Glanzstück: der Dieselboxer

Über de Jahre hat sich das immer wieder hier und da im Detail gewandelt – aber in den vergangenen Jahren gingen nicht nur die papier-Vebräuche, sondern auch die realistischen verbräuche der Benziner zurück, während gleichermassen die Versicherungsprämien für Diesel immer stärkeren Schwankungen unterlegen waren – für 2016 ist das speziell noch einmal mehr der Fall.

Und wenn man es dann mal nicht macht, wie die Autozeitungen es stets gerne tun, die immer alle Autos bei dem gleichen Versicherer unterbringen, um die Unterhaltskosten zu berechnen, was ja in sich schwachsinnig ist, dann ergibt sich hier und da ein erstaunliches Bild.

Seat Alhambra 2016

Reisefertig gute 2 Tonnen schwer – und doch siegt der moderne Benziner über weite Kilometerbereiche gegen den Diesel, der die pauschal richtige Wahl zu sein scheint

Ein Skoda Ocatvia beispielsweise, den die meisten Leute gewohnheitsmäßig als Diesel kaufen, kostet mit 110PS ganze 621€ monatlich im Unterhalt – sofern man 30.000 Kilometer im Jahr mit ihm zurücklegt; die typische Strecke, bei der Du nicht mehr nach dem Benziner fragst. Der jedoch, skandalfrei, lese und knackig im Ansprechverhalten, bringt es unter gleichen Bedingungen auf 604 Euro Unterhaltskosten. Tatsächlich ist der Wertverlust des Diesels erheblich höher mittlerweile – wer hätte das gedacht?

Aus demselben Konzern muss man sich beim Seat Alhambra normalerweise auch nicht die Frage stellen, ob der Diesel sich lohnt – bei Autos dieser Stirnfläche und Gewichtsklasse lohnt er sich immer.

Oder? Der 1,4er Seat Alhambra mit 150PS ist bis 26.000 Kilometer günstiger als der 2 Lier Diesel mit derselben Leistung. Hier jedoch spielt eine große Rolle,wie man den Seat nutzt: Auf der Autobahn ist das nicht haltbar – da punktet der Diesel. Und das ist längst kein Prhänomen des Volkswagen Konzerns mehr, der durch die sauberen Turbo-Benziner gepunktet hat in den letzten Jahren. Der Toyota Avensis etwa lohnt sich als 2.0 Diesel gegenüber dem sogar graduell stärkeren Benziner auch erst ab 28500 Kilometern – da könnten wir wetten, dass hier massiv viele Leute auf unseren Strassen mit dem falschen Avensis unterwegs sind – wirtschaftlich betrachtet. Und hier ist der Diesel etwas rauer im Lauf..

Frisch gescheitelt auf dem Markt - und auch hier kein eindeutiges Bild

Frisch gescheitelt auf dem Markt – und auch hier kein eindeutiges Bild

Grundsätzlich sind Diesel-Fahrer ja immer wieder erstaunt, wenn sie mal in einen aktuellen Benziner einsteigen – nicht nur, dass man über die Jahre vergisst, wie leise solche ein Wagen ist – die aktuellen Benziner haben mittlerweile ja auch Drehmoment, lassen sich dadurch noch leiser fahren – und wer sauber mit dem Gaspedal umgehen kann, kommt auch hier auf echte rekordverbräuche. Zumindest bei einigen Marken- Mercedes etwa ist da mit seinen Benzinern noch nicht angekommen – BMW hingegen mit einigen, Ford ist mit einigen an der Grenze – selbst bei großen Fahrzeuge wie dem Mondeo – Opels Benziner sind hier noch meilenweit hinten dran. Jedoch ganz klar hier: Das ist kein Problem der Motoren – die aktuelle Opel Modell Palette, allen voran der Insignia, sind schlicht und ergreifen zu schwer – und da macht sich der Diesel sofort bezahlt.

Also ganz klar: Rechnen bei Diesel und Benziner lohnt sich wieder.

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